Peakshaving: Lastspitzen beim Laden von Staplerbatterien vermeiden

Das Kappen von Lastspitzen hat sowohl für Sie als Verbraucher als auch für den örtlichen Energieversorger und den Netzbetreiber Vorteile: Während Staplerbetreiber vom Einsparpotenzial profitieren, müssen auf der Versorgerseite weniger Lastschwankungen berücksichtigt werden.

Am späten Vormittag steigt der Stromverbrauch stark an. Mit Hilfe einer intelligenten Lastspitzenkappung (Peak Shaving) ist es möglich, die aus dem Netz bezogene Leistung auf einem bestimmten Niveau zu deckeln, indem die zusätzliche Leistung in diesem Zeitraum aus einem lokalen Batteriespeichersystem bereitgestellt wird (Lastspitzenkappung mit Batteriespeicher). Dieses Setup ermöglicht es, die Effizienz beim Bezug von Netzstrom zu maximieren, weil Lastspitzen komplett von der Batterie abgepuffert werden und nicht länger Netznutzungsentgelte in die Höhe treiben. Der Batteriespeicher wird anschließend in einer Phase mit niedrigem Strombedarf nachgeladen. Hier lohnt sich eine Photovoltaikanlage. Damit lässt sich der Strom im Batteriespeicher aufladen und die Regelenergie aus dem Stromnetz einsparen. Zu Zeiten geringer Nachfrage kann der Solarstrom für den Eigenverbrauch geladen werden. Bei einem Überschuss ist aber auch die Zuführung von Energie in das Stromnetz möglich. Ohne Photovoltaikanlage oder andere Stromquelle kann Energie aus dem Netz genutzt werden, um die Batteriespeicher aufzuladen und so durch Lastmanagement für einen konstanten Verbrauch ohne grosse Schwankungen zu sorgen.

Mit diesem Setup lassen sich Lastspitzen mit dem Batteriespeicher kappen und Netzgebühren einsparen.

Eigenverbrauch optimieren und Nutzungsentgelte sparen

Ohne Peak Shaving hängt das Nutzungsentgelt stark von der maximalen mittleren Leistung ab, die das Energieversorgungsunternehmen Ihnen zur Verfügung stellt.

  • Leistungsberechnung (kW): Die Leistung wird in Kilowatt (kW) gemessen und entspricht der Menge an Energie, die das Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt. Diese wird oft als Durchschnitt über einen bestimmten Zeitraum berechnet. Bei Lastspitzen ermittelt der Energieversorger die dafür verantwortlichen Nutzer genau. In einem Intervall von 15 Minuten erfasst er den maximalen mittleren Leistungsbezug. Der höchste gemessene Mittelwert der Leistung wird als Grundlage für den Leistungspreis gewählt.
  • Jahresarbeit (kWh): Die Jahresarbeit wird aus der gemessenen Leistung und der Dauer des Energieverbrauchs berechnet. Sie wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen und repräsentiert die gesamte verbrauchte Energie über einen Zeitraum.
  • Netznutzung: Die Netznutzungsentgelte werden vom Energieversorgungsunternehmen festgelegt und basiert auf der maximalen Leistung (kW) und der Jahresarbeit (kWh). Es kann unterschiedliche Tarife für verschiedene Tageszeiten und Wochentage geben.

Beispielrechnung: Nutzt ein Unternehmen für alle Geräte und Maschinen eine durchschnittliche Leistung von 65 kW, aber zu einem bestimmten Zeitpunkt fährt die Produktion um 60kW hoch — wenn auch nur für einen kurzen Moment — Dann wird diese Lastspitze von 125kW zur Berechnung der Netznutzung herangezogen. Je nach Tarif und Netzbetreiber sind die Preise hier unterschiedlich. Geht man von 15 CHF Leistungspreis pro kW aus, so schlagen die zusätzlichen 60 kW bei diesem Betrieb mit 13’930 CHF auf der monatlichen Stromrechnung zu Buche. Hinzu kommen die Stromverbrauchskosten. www.42technolgy.ch



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