Millionenstrafe für Hoppecke und Hawker wegen Preisabsprachen

Wie die Westfalenpost aus Hagen berichtet müssen zwei Traktionsbatteriehersteller eine hohe Buße zahlen. 23 Millionen Euro muss der Hagener Batteriehersteller Hawker wegen illegaler Preisabsprachen zahlen. Das hat das Bundeskartellamt entschieden. Die Hakwer GmbH Hagen muss eine Millionen-Strafe zahlen. Das teilte das Bundeskartellamt gestern mit. Hintergrund sind illegale Preisabsprachen, die der Batteriehersteller, der zur weltweit operierenden Enersys-Gruppe gehört, mit dem Unternehmen Hoppecke Batterien GmbH aus Brilon getroffen haben soll. Die Bundesbehörde hat eine Gesamtstrafe in Höhe von 28 Millionen Euro gegen die beiden Unternehmen verhängt. Auf Hoppecke entfallen nach Angaben von Geschäftsführer Heinrich Becker 4,96 Millionen. Rund 23 Millionen beträgt demnach die Strafe für Hawker.

Konkret geht es bei der Preisabsprache um den sogenannten „Metallteuerungszuschlag“ (MTZ). Dieser wiederum bildet laut Bundeskartellamt einen „wesentlichen Preisbestandteil“ von Bleibatterien. „Der Zuschlag ist ein zulässiges Instrument“, erklärt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, „Änderungen des Rohstoffpreises fließen so quasi automatisch in den Abgabepreis von Produkten ein. Der Lieferant kann so ein Rohstoffpreisrisiko auf den Abnehmer abwälzen.“

Eindeutig unzulässig sei es jedoch, dass sich Lieferanten untereinander abstimmen, einen solchen Zuschlag branchenweit als Standard einzuführen. Das ist nach Ansicht des Bundeskartellamtes in diesem Fall geschehen. Der Wettbewerb „um andere Preismodelle“ werde so ausgeschaltet.



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