Kion zufrieden

Die KION Group ist nach einem dynamischen ersten Quartal 2017 auch zwischen April und Juni ungebrochen profitabel gewachsen. Der wertmäßige Auftragseingang stieg nach der Übernahme des Spezialisten für Automatisierung und Lieferketten-Optimierung Dematic im vorigen Jahr im zweiten Quartal 2017 um 38,1 Prozent auf 1,971 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand lag mit 2,196 Mrd. Euro auf dem hohen Jahresendniveau von 2016 (2,245 Mrd. Euro). Von April bis Juni 2017 legte der Umsatz kräftig um 50,0 Prozent auf 2,016 Mrd. Euro zu. Das bereinigte operative Ergebnis EBIT wuchs um 52,2 Prozent auf 214,2 Mio. Euro. Damit verbesserte man die  EBIT-Marge  auf 10,6 Prozent. Im zweiten Quartal stieg das Konzernergebnis um 69,1 Prozent auf 108,2 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug in diesem Zeitraum 0,95 Euro. Aufs erste Halbjahr 2017 betrachtet legte der wertmäßige Auftragseingang um 41,4 Prozent auf 3,852 Mrd. Euro zu, während sich der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres um 49,3 Prozent auf 3,828 Mrd. Euro verbesserte. Von Januar bis Juni legte das bereinigte operative Ergebnis EBIT um 53,4 Prozent auf 367,1 Mio. Euro zu. Das Konzernergebnis stieg indes um 54,8 Prozent auf 150,3 Mio. Euro. „Wir erleben in unseren beiden Hauptsegmenten – Industrial Trucks & Services sowie Supply Chain Solutions – nach wie vor eine hohe Marktdynamik, an der wir voll partizipieren“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KION Group, Gordon Riske, bei der Vorlage der Zahlen. „Auch im zweiten Quartal entwickelte sich der weltweite Stapler- und Lagertechnikmarkt sehr gut. Bei Lagersystemen und Automatisierungslösungen sind nach wie vor der stark wachsende Online-Handel und der zunehmende Einsatz von Industrie-4.0-Technologien die Treiber des Geschäfts.“

Der Weltmarkt für Gabelstapler und Lagertechnik zog im zweiten Quartal 2017 weiter deutlich an. Die Zahl der Neubestellungen legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,5 Prozent auf rund 343.600 Einheiten zu. Befeuert wurde die Entwicklung vor allem durch kräftige Zuwächse in China und die anhaltende Dynamik in Europa.

Entwicklung der Segmente im Detail

Im Segment Industrial Trucks & Services (Gabelstapler, Lagertechnik und verbundene Dienstleistungen) verbesserte sich im zweiten Quartal 2017 der Auftragseingang nach Stückzahlen gemessen am Vorjahreszeitraum um 15,3 Prozent auf rund 52.500 Einheiten, so viele Bestellungen wie noch nie in einem Quartal. Im ersten Halbjahr erzielte das Segment ein Plus von 14,9 Prozent auf 102.400 Einheiten. Der wertmäßige Auftragseingang stieg im zweiten Quartal um 9,9 Prozent auf 1,514 Mrd. Euro und in der ersten Jahreshälfte um 11,1 Prozent auf 2,928 Mrd. Euro. Der Umsatz wuchs im zweiten Quartal verglichen zum Vorjahreszeitraum um 8,0 Prozent auf 1,417 Mrd. Euro (H1/2017: 2,740 Mrd. Euro, +9,2 Prozent), wobei vor allem das Neufahrzeuggeschäft kräftige Zuwächse beisteuerte. Erneut waren die wichtigsten Treiber die Umsätze mit Elektrostaplern und Lagertechnikgeräten. Das bereinigte operative Ergebnis EBIT übertraf mit 166,7 Mio. Euro den Wert des Vorjahresquartals um 6,9 Pro zent (H1/2017: 295,8 Mio. Euro, +10,4 Prozent). Die bereinigte EBIT-Marge lag im zweiten Quartal stabil bei 11,8 Prozent (Q2/2016: 11,9 Prozent).

Das Segment Supply Chain Solutions (Lieferketten-Lösungen) schließt Dematic erst seit November 2016 ein und erzielte im zweiten Quartal 2017 einen Auftragseingang von 452,3 Mio. Euro gegenüber 44,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. In den ersten sechs Monaten lag in diesem Segment der Auftragseingang bei 913,6 Mio. Euro, nach 79,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2016. Das Segment erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Umsatz von 596,0 Mio. Euro, nach 27,8 Mio. in derselben Vorjahresperiode (H1/2017: 1,079 Mrd. Euro; H1/2016: 47,6 Mio. Euro). Zwischen April und Juni 2017 wurde ein bereinigtes operatives Ergebnis EBIT von 61,4 Mio. Euro erzielt, nach -1,7 Mio. Euro ein Jahr zuvor (H1/2017: 95,5 Mio. Euro; H1/2016: -2,5 Mio. Euro). Die bereinigte EBIT-Marge belief sich im zweiten Quartal 2017 auf starke 10,3 Prozent. Bei einer  Kapitalerhöhung hat die KION GROUP AG im Mai alle 9.300.000 neuen Aktien bei institutionellen Investoren zu einem Preis von je 64,83 Euro platziert. Der Schritt führte zu einem Bruttoerlös von rund 603 Mio. Euro, womit die Akquisition von Dematic teilweise refinanziert wurde.



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